Kopf oder Zahl entscheidet: Das gab es wohl noch nie bei „Bares für Rares“

Ein Verkäufer aus Unterfranken hat die Händler bei „Bares für Rares“ veralbert. Dann kommt etwas, was es in der langen Geschichte der ZDF-Trödelshow mit Horst Lichter so wohl noch nie gab. Ein Münzwurf entscheidet über den Verkauf.

Köln – In der Folge der beliebten ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Moderator Horst Lichter vom 28. August bringt Sam Mörseburg aus Esselbach im Landkreis Main-Spessart in Unterfranken einen Geigenkasten, in den eine Bar eingebaut ist, zum Verkauf in das Walzwerk in Pulheim bei Köln.

Kopf oder Zahl? Das gab es noch nie zuvor bei „Bares für Rares“

Zuletzt hatte bei „Bares für Rares“ ein Tipp-Kick-Spiel aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg für Aufsehen bei dem zuständigen Experten und bei den Händlern gesorgt. Und nach einer Aussage von Moderator und Fußball-Nichtkenner Horst Lichter gab es Lacher.

Doch zurück zu dem besonderen Geigenkasten. Der originale Geigenkoffer in normaler Instrumentengröße erhielt vor über 30 Jahren ein Update, wie „Bares für Bares“-Expertin Annika Raßbach in ihrer Expertise erläutert. Eingeschlagen in blaues Velour beinhaltet der Kasten unter anderem eine Flasche Scotch Whisky der Firma White Horse.

Daneben sind in dem mit Kunstleder überzogenen Holzkasten vier unbenutzte Whiskygläser sowie vier kleine Flaschen Schweppes Soda-Wasser. Whisky Soda, auch als Scotch and Soda bekannt, sei „eine Zeitlang das Hip-Getränk überhaupt“ gewesen, berichtet die Expertin.

Der Drink, bestehend aus Eis und Whisky, der mit Sodawasser aufgefüllt wird, verdünnt den Whisky einerseits. Andererseits sorgen Wasser und Kohlenstoffdioxid dafür, dass mehr und andere Aromastoffe aus dem Whisky freigesetzt werden, als dies beim puren Genuss der Fall ist.

Sowohl bei der Expertise als auch im Händlerraum sorgt der Verkäufer, der den Geigenkasten mit Bar vor 29 Jahren zu seinem 50. Geburtstag geschenkt bekam, für gute Laune. Annika Raßbach beziffert den Wert des Objekts, das in neuwertigem, vollständigen Zustand ist, mit 200 bis 300 Euro.

Münzwurf entscheidet bei „Bares für Rares“ über Verkauf

Im Händlerraum, in dem dieses Mal weder Elisabeth Nüdling aus Fulda noch Fabian Kahl und die neue Händlerin Liza Kielon dabei sind, veralbert der Verkäufer aus Unterfranken gut gelaunt erst einmal die Händler.

Der 79-Jährige, der ein großer „Bares für Rares“-Fan ist, wie er mehrfach betont („Das ist affengeil!“), kommt mit dem geschlossenen Geigenkasten in den Händlerraum und legt diesen vor Händler Jos van Katwijk auf den Tisch. „Spielst du ein Musikinstrument?“ fragt daraufhin Elke Velten.

So etwas gab es noch nie bei „Bares für Rares“. Nach einem Münzwurf darf Händler Jan Čížek den besonderen Geigenkasten von Sam Mörseburg aus Unterfranken kaufen.
So etwas gab es noch nie bei „Bares für Rares“. Nach einem Münzwurf darf Händler Jan Čížek den besonderen Geigenkasten von Sam Mörseburg aus Unterfranken kaufen. © ZDF

Ihr Händlerkollege aus den Niederlanden verneint und muss schmunzeln, als er den Koffer öffnet und die integrierte Whysky-Bar sieht. „Jetzt spiele ich ein Musikinstrument“, scherzt Jos van Katwijk und das muntere Wettbieten startet, das dann mit einer Überraschung endet.

Am Ende sind Jan Čížek und Jos van Katwijk mit 250 Euro die Meistbietenden. Nach der hochprozentigen Überraschung von Sam Mörseburg gibt es die nächste kuriose Szene. Etwas, das es so sicher bei „Bares für Rares“ noch nie gab. Ein Münzwurf soll entscheiden, wer den Geigenkasten mit Bar kaufen darf.

„Hast du eine Münze dabei?“, fragt Jos van Katwijk. Zu Verwunderung des Verkäufers kommt Jan Čížek mit einer Fünf-Cent-Münze an, nimmt Zahl – und gewinnt. Der Händler aus Köln kauft nach einem Münzwurf den Geigenkasten mit eingebauter Whisky-Bar. „Bis bald im Fernsehen“, verabschiedet sich der glückliche Verkäufer.

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